Die Auschwitz-Option

Der vorliegende Text hat weder die Absicht, die deutsche Linke von ihren »Makeln« zu befreien, noch will er einen konstruktiven Beitrag zur Herausbildung einer linken politik- und interventionsfähigen Formation leisten.

Auch soll antizipatorisch darauf hingewiesen werden, dass es nicht unsere Absicht ist, antideutschen Gruppen einen Sonderstatus in der gegenwärtigen Konstellation der deutschen Dinge zu attribuieren. Es ist allein wertfrei zu konstatieren, dass ihnen nachgesagt werden kann, dass sie zu dem deutschen Volkssport (Jagd auf Andere) ein zwiespältiges Verhältnis erkennen lassen; sie erscheinen zögerlich und lassen das sonst übliche leidenschaftliche Engagement dafür vermissen. Es ist ihnen darüber hinaus – und weiterhin wertungebunden – anzumerken, dass sie die Ersten unter den Linksdeutschen sind, die ihre angestaute »Fremdenzuneigung« und ihren zugespitzten Wunsch danach, die nationalsozialistischen Errungenschaften zu relativieren und abzuschütteln, auf entzückend ehrlicher Weise artikulieren. Es ist nicht allzu lange her, als wir mit großer Mühe und Anstrengung die damals auftauchenden »Leerstellen« im – nicht nur – links- und antideutschen Diskurs aufspürten und anprangerten.

Und heute? Ein einträchtiger linksdeutscher Stammtisch, der das Feld behauptet und sich einen gediegenen wohlverdienten und gleichberechtigten Platz auf dem hart umkämpften Boden des deutschen Wirtshauses(1) erfochten hat, redet sich seine Sehnsüchte befreit von der Seele. Wobei auch hier vollständigkeitshalber – und abermals wertneutral – auf die Differenz zu dem dienstälteren Stammtisch hingewiesen werden soll: Es ist nicht kategorisch auszuschließen, dass der Jüngere auch mal bei dem netten »Türken« konferiert.

Als im Jahr 1998 der Autor des in der Konkret veröffentlichten Beitrags »Stille Agnes« (Kopftuch von Frau Ludin) u.a. wegen seiner Haremsphantasien kritisiert wurde (Die Monatszeitschrift Konkret: made in germany(2)), gab es keine Empörung, geschweige denn eine Antisexismus-Diskussion. Erst als ein paar Jahre später sein Beitrag »Infantile Inquisition« erschien, wurde sein Sexismus entdeckt. Als wir im gleichen Text W. Pohrt u.a. wegen seiner Sorgen um die Eroberung des Hamburger Rotlichtmilieus durch die Albaner kritisierten, wurde dies als eine CM-Blasphemie ad acta gelegt. Es musste erst zu seinem Tempodrom-Auftritt am (3). Oktober kommen, damit er neu entdeckt werden konnte, wo er doch mit deutscher Konsequenz nichts anderes tat, als seine alten Sorgen um aktuelle Plagen zu ergänzen: »Stuttgart zum Beispiel hat in der Altersgruppe unter 18 Jahren einen Ausländeranteil zwischen 35 und 40 Prozent. Es gibt Spielplätze, wo türkische Kinder von anderen Eintrittsgeld verlangen. Es gibt in den Gemeinden des Umlands Wohngebiete, die ein einheimischer Jugendlicher besser meidet, nicht weil er ein Faschist wäre, sondern weil türkische Jugendclans dort ein bisschen Bande spielen und mit harter Hand Revierverteidigung üben. Was die Ressentiments gegen Ausländer betrifft, so sprechen übrigens Indizien dafür, dass es sich dergleichen derzeit am stärksten bei türkischen Jugendlichen entwickelt, nämlich ein ausgeprägter Deutschenhass.« (Konkret, 11/03). Selbst die Koketterie, von sich zu behaupten, nicht fernzusehen, bzw., keine Zeitungen zu lesen, entpuppt sich als billige Effekthascherei: Er rezipiert höchst aufmerksam alles, und vor allem das Kleingedruckte bzw. Kleingesendete bezüglich der Blutzugehörigkeit, Wurzeln und Herkunft: »Ausländeranteil zwischen 35 und 40 Prozent«. Als deutscher Linker ist es überhaupt nicht nötig, Fernsehen zu gucken, um sich von deutschhassenden türkischen Jugendgangs bedroht zu fühlen. Dies funktioniert nämlich instinktiv.

Ähnlich gewandt und erstaunlich frühreif im Bereich der Ahnenforschung, Blutlehre, Stammbaum- und Geschlechterkunde sind auch die Neuzugänge des links- und antideutschen Stammtisches3: »… dass Café Morgenland, das meines Wissens aus abendländischen Christen besteht (eigentlich herzlich egal, aber wer sich hier so weit aus dem Fenster lehnt ...)«, oder: »Übrigens ist auch Herr Morgenland ziemlich weitgehend deutsch und scheint sich etwas zu verrennen, wenn er zum wiederholten Male leugnet, dass die gesellschaftlichen Ursachen des Antisemitismus analysierbar seien« (siehe für vergleichbares: linke deutsche Foren im Web). Bemerkenswert ist, dass im ersten Zitat die Tötungsabsicht, die diesen spezifischen Wissenschaften bzw. allen Überlegungen/ Äußerungen dieser Art kategorisch inhäriert, nicht wie üblich implizit bleibt, sondern explizit ausgesprochen wird. Es versteht sich von selbst, warum wir absolut nichts dagegen hätten, wenn sie so weiter plauderten (Das Zeug muss raus, werden doch die Verdrängungsprozesse bei den Deutschen stets lebensgefährlich – für Andere).

Als wir mitten in den Spitzenzeiten der Antirabewegung, d.h. als die Linksdeutschen MigrantInnen und Flüchtlinge furchtbar nett und hin und wieder sogar schützenswerter als die Wale fanden, versucht hatten, durch diskursive Auseinandersetzungen das Ausblenden sowohl der NS-Kontinuität als auch des Antisemitismus unter MigrantInnen (»Antisemitismus unter MigrantInnen«(4)) zu problematisieren, kam die Reaktion kurz danach und zwar anders als erwartet: »Bestimmte Diskussionen, wie etwa eine Analogisierung der BRD mit dem NS-Regime, wollen wir in unserem Projekt aber einfach nicht haben; wir sind bereit, darüber mit anderen Gruppen oder auch einzelnen Leuten zu streiten, aber nicht bei uns selbst.« Kanak-Attak(5), siehe dazu auch »Sonntagsgespräch«(6).

Und all das soll durch solche »Korrekturmaßnahmen« gestoppt werden? Damit wir uns erneut bzw. weiterhin der fürchterlichen Strapaze unterziehen müssen!? Unsere eingangs als Allererstes unmissverständlich deklarierte Ablehnung und Unterlassung dessen, dass die deutsche Linke und alle, die solche werden wollen, geläutert werden, ist also nicht zuletzt pragmatisch begründet. Aber auch die Herausbildung einer linken Formation, die soziale Kämpfe u.ä. vorantreiben solle, ist und bleibt in Deutschland eine ernst zu nehmende Bedrohung für uns – je erfolgreicher, umso gefährlicher. Uns geht es in keiner Weise um die Verbesserung der Lebensbedingungen dieser Population, sondern einzig und allein um die Verbesserung der Überlebensbedingungen der Anderen.

Wenn z.B. die Zunahme der Arbeitslosigkeit und die Angst, den Arbeitsplatz zu verlieren, dazu führen würde, dass sich die Deutschen nur noch mit dieser Gegebenheit beschäftigten, indem sie sich z.B. im Kampfe gegen diese engagierten oder indem sie wegen dieser Schimpflichkeit – »wer seine Arbeit verliert, verliert Selbstwertgefühl« – sich die Hucke vollsöffen und dadurch nicht mehr imstande wären, sich um die Nichtdeutschen/Anderen zu kümmern (soll heißen, sie nicht mehr totschlügen, »deren Zelte nicht anzündeten«, jüdische Einrichtungen in Ruhe ließen, usw.), dann wäre die einzige revolutionäre (im wahrsten Sinne des Wortes) Forderung die unverzügliche Erhöhung des Arbeitslosenanteils von derzeit 10 Prozent auf z.B. 30 Prozent (nach oben sind wir offen).

Wenn aber genau das Gegenteil passiert, wenn also höhere Arbeitslosigkeit zu mehr Anschlägen führen würde, dann wären wir selbstverständlich für die Voll- bzw. Überbeschäftigung der Deutschen. Dann müsste die einzig revolutionäre Forderung lauten: »Weg mit dem Acht-Stunden-Tag, zurück zum 12-Stunden-Tag, sieben Tage die Woche, etc.« Einiges spricht dafür, dass das extensive Malochen, auch wenn es der Entschlossenheit und Willenskraft des Deutschen nichts anhaben kann, seine physische Leistung u.U. soweit drosseln könnte, dass er/sie nicht den Speed bringen könnte, der immerhin notwendig ist, um das Angriffsobjekt aufzuspüren, um es totzuschlagen, zu verbrennen usw. Trifft beides nicht zu, dann kann uns die Angelegenheit völlig egal sein.

Wie antwortete der nicht-linksradikale Ignatz Bubis bei der Besichtigung der niedergebrannten Unterkunft der vietnamesischen Flüchtlinge – nach den Pogromen in Lichtenhagen – auf die Frage eines Journalisten? »Soziale Probleme ist eine Sache, Menschen umzubringen eine ganz andere«.

Anfang Oktober 2003 wurde in Overath (Rheinland- Pfalz) ein Mord an einem Anwalt, seiner Frau und seiner Tochter begangen. Grosse Aufregung im Ort. Es wurden Fernsehinterviews auf der Strasse geführt; eine ältere Frau zeigte sich entsetzt über das Geschehen: »Eine solche Tat ist mir unvorstellbar, wie kann ein Mensch so was machen?« Bei sechs Millionen Toten hat sie kein Problem, es nicht nur sich vorzustellen, sondern auch ein Leben lang damit zu leben, bei drei Toten aber schon. Dieser Frau war es nicht bewusst, dass sie damit dem kollektiven Gemütszustand dieser Population Ausdruck verlieh: »Die Bundesrepublik Deutschland hat einen einzigen Satz hervorgebracht. Der Satz ist in einem Maße genial, dass aller Protest zu Gemeckere wird, alle Beschimpfung zum Lob. Es ist der Satz eines Faschisten, der dann nicht mehr als Faschist arbeitete, und der dazu gebracht werden sollte, sich zum Faschismus zu äußern. Dieser Mann sprach einen einzigen Satz, und als er diesen Satz gesprochen hatte, war klar, dass es niemals eine Erwiderung geben würde, keine Antwort, keine selbe Welt. Der Satz lautete: Ich erinnere mich nicht!« (Ronald M. Schernikau).

Die Deutschen sind weder besonderes antisemitisch – andere Länder machen ihnen zurzeit den Führungsanspruch streitig – noch besonderes antiamerikanisch – in der diesbezüglichen Rangliste markieren die Deutschen immer noch das öde Mittelmaß, was damit zusammenhängen könnte, dass es sich bei so vielen Schlechtigkeiten sowieso als eine kaum erstrebenswerte Geringfügigkeit betrachtet wird. Selbst was die Verschwörungstheorien betrifft, tun sich ganz andere Exemplare hervor. So begründete ein Nebenkläger im Prozess gegen den »17. November«, in seinem Plädoyer Ende September 2003 in Athen, warum der »17. November« von Israel und »den Juden« gesteuert worden sei: »Warum wurde niemals ein jüdisches Ziel, weder Personen noch jüdische Interessen angegriffen? Außer gegen den amerikanischen Imperialismus, wurden Anschläge gegen Ziele aus dem Nahen Osten und aus Balkan, gegen türkische, englische, französische, deutsche, saudiarabische und andere Ziele, gegen den holländischen Konsul und gegen das holländische Konsulat verübt, aber kein jüdisches Ziel«.

All das stand auch zu keiner Zeit in unserer bisherigen Auseinandersetzungen zu Debatte. Was die Deutschen von allen Anderen unterscheidet, ist diese Aufrechterhaltung der Auschwitz-Option. Potzlow und Babenhausen, Lichtenhagen und Mannheim-Schönau sind keine Ausnahmen von der Regel, sondern die Regel selbst. In dem Moment, in dem jemand die Frage »könnte dies auch anderswo, überall in Deutschland passieren?« mit »Ja« beantwortet, sind ganz andere Konsequenzen zu ziehen, als z.B. ein Referat über kommunistische Aneignung, oder das kontemplative Grübeln über »Wertvernichtung« usw.

Es ist diese Kontinuität, die bis in die trivialsten Nischen des deutschen Alltags weiter wirkt und werkt. Der Baustopp des Holocaust-Mahnmals in Berlin – weil rauskam, dass die Hersteller von Zyklon-B (Degussa) mit der Imprägnierung der Platten des Holocaust-Mahnmals beauftragt wurden – ist nicht allein eine Frage der fehlenden Sensibilität der Verantwortlichen, sondern vor allem eine Antwort der vorhandenen Kontinuität. Woher eine andere Firma nehmen? BASF, Höchst, Bayer? Waren denn nicht alle auf die eine oder andere Weise an der Vernichtung beteiligt? Man kann höchstens zynisch anmerken, dass sie damals schon für die Aufträge in der Zukunft gesorgt haben (Auftragsgewinnung zur Errichtung von Mahnmalen für die Menschen, die sie getötet haben). Also was nun? Wie viel Degussa darf es sein? Ist die Lösung etwa »nur noch ausländische Firmen für solche Fälle«, damit es dann moralisch vertretbar wird, deutsche Firmen für nicht-Holocaust-Mahnmal-ähnliche Geschäfte zu engagieren? Versteht ihr denn nicht, dass nichts ohne die elementare Voraussetzung – Auflösung des Deutschland-Gebildes – geht? Denn alles, was man in diesem Land anfasst, nach Gas riecht? Es gibt kein Entkommen aus dieser lebendigeren Geschichte denn je.

Es ist genau diese Auschwitz-Option, die sie beim erstbesten Anlass dazu bringt, offen und amtlich über die Bedingungen und Voraussetzungen dessen zu debattieren, ab wann es wieder gerechtfertigt ist Juden umzubringen (siehe Honderich-Veranstaltung in Leipzig).

Es ist eben dieser Joker, der immer parat steht, immer dann rausgezogen wird, wenn der Anstoß erfolgt: Nicht die antisemitischen Tiraden eines Provinzabgeordneten Hohmann sind das Besondere, wo es doch in jeder x-beliebigen Zusammenrottung – Elternabend, Mittagspause am Arbeitsplatz, romantischer Kerzenabend, 1.-Mai-Demonstration usw. – wesentlich weiter geht, was solche Sprüche betrifft. Die Auschwitz-Karte kommt stets danach auf dem Tisch: Laut ntv-Umfrage sind 69 Prozent der Deutschen gegen den Ausschluss von Hohmann aus der CDU, laut Pro7 gar 82 Prozent. Die Bezeichnung »Mehrheit« wäre hier ein Euphemismus, wo geschlossene Reihen auf der Poleposition lechzend das Startsignal abwarten.

Was den »Islamismus« und die hier kursierenden vielfältigen Wortspielereien und das reiche Begriffsarsenal angeht (sie haben sogar hingekriegt, ihn in Verbindung mit den 9. November zu bringen!), hat es sich inzwischen rumgesprochen, dass es sich um ein rassistisches Konstrukt handelt, das man gut und höchst effizient bedienen kann. Was aber immer noch nicht verstanden worden ist, ist, dass dadurch gleichzeitig die konkreten Täter, ihre Strategie gegen Israel (Dekomposition der israelischen Gesellschaft durch gezielt auf Zivilisten geübte Mordanschläge) und ihre Hauptsponsoren (Europa) von der Kritik immer häufiger und immer mehr verschont bleiben, in den Hintergrund geraten. Dies, obwohl die Drahtzieher und Organisatoren der programmatischen Massaker an der israelischen Bevölkerung medial und lauthals jedes Mal die Verantwortung dafür übernehmen und offen dafür werben. Sie haben konkrete Namen. Sie nennen sich Hamas, Djihad, Al-Aksa-Brigaden usw. Genau dies führt dazu, dass die israelische Armee – entgegen den Sehnsüchten von Teilen der Teutonen – keine Flächenbombardements gegen »die Palästinenser« oder »islamistische Zentren«, sondern gezielt und verursacherbezogen ihre Angriffe vollzieht. Sie wird – so befürchten wir leider – so lange ihr Ziel – friedliches Zusammenleben von Israelis und Palästinensern – nicht erreichen können, solange die Hauptsponsoren und Förderer der Anschläge, das antisemitische Deutscheuropa, direkte und indirekte Unterstützung – materielle Zuwendungen in Millionenhöhe, Förderungen von allerlei undurchsichtigen »Projekten«, mediale, öffentlichkeitswirksame Inszenierungen – aufrechterhält (Laut EU-Umfrage sehen 59 Prozent der Europäer Israel als die größte Gefahr für den Weltfrieden; bei den Deutschen gar 65 Prozent).

Als etwa vor zwei Jahren die Beerdigungszeremonie eines durch die israelische Armee getöteten Hamas-Aktivisten beginnen sollte, musste die Beerdigung und der Ausbruch der Empörung der Teilnehmer über die Tat um vier Stunden verschoben werden. Der Grund: Die Ankunft eines französischen Fernsehteams hatte sich verzögert! Soviel zum »islamistischen Fanatismus«, der entgegen allen Behauptungen professionell und rational gestaltet und inszeniert wird. Also noch einmal; ohne antisemitisches Europa hat die Hamas-Djihad-Al-Aksa-und-sonstwer keine Perspektive. Ohne die Kuschelformation von 144 Staaten inklusive der »antifaschistischen« Allianz (Großbritannien, Spanien, Italien, Polen), die neulich der Verurteilung Israels in der UNO zugestimmt haben, wäre ein dauerhafter Nahostkrieg nicht möglich.

Folgerichtig wäre es, gegen dieses Europa, beginnend (unbedingt) mit D-Land vorzugehen, wegen seiner Auschwitz-Option, wegen seiner Postwiedervereinigungspogrome, wegen des Deutscheuropas (und wegen der Kleinlichkeit, dass wir hier leben). Stattdessen wird zurzeit die Volksfront (aus deutschem Mob und Teile der deutschen Linken) gegen die »Neukölner Türken«, gegen die »islamistischen Vereine« oder was die linksdeutsche Frau/ der linksdeutsche Mann dafür hält (deutsche Definitionsmacht), gegen die kopftuchtragenden Muslima (die bekanntlich die übelsten »Islamistinnen« sind) und nicht zuletzt gegen den Koranunterricht in den Schulen geschmiedet. »Der morderprobte deutsche Volksmob« gegen antisemitische Araber, Türken, Pakistanis, Afghanen bietet tatsächlich eine genuin deutsche revolutionäre Perspektive! Apropos Kopftuch- und Koranunterrichtsverbot: Die Verbotsforderungen, die bis hin zu den Linken reichen, egal wie sie begründet werden, fußen einzig und allein auf den hiesigen Machtverhältnissen, deren sich auch die radikale Linke ohne Vorbehalte bedient. Denn sie können es hier mithilfe ihres Machtapparates und den zivilen Institutionen durchsetzen. Vorerst nur in Deutschland. Für den Rest der Welt müssen sie sich noch gedulden, bis die Welt am deutschen Wesen genesen ist und die deutschen Standards zu Allgemeingut geworden sind.

Es bleibt dabei: Antisemitismus ist kontextunabhängig (unabhängig von Herkunft, Religion, Nationalität, Hautfarbe und Geschlecht) anzugreifen. Dies bedarf keiner Begründung – weder durch den Islam, die türkische, arabische oder sonst eine Herkunft. Wird dies und genau dies (Herkunft, Religion usw.) aber in den Mittelpunkt gestellt oder gar zum Ausgangspunkt im Kampfe gegen den Antisemitismus gemacht, hat es nicht im Geringsten mit der Bekämpfung des Antisemitismus zu tun, sondern dient ausschließlich als Vorwand und Legitimation zur Gestaltung von schäbigen linksdeutschen Pogromen.

 

Fußnoten:

(1) Man bedenke in diesem Zusammenhang allein die demütigende Hinnahme erheblicher territorialer Zugeständnisse an die Teehäuser und Dönerbuden im Zeitalter der immer knapper werdenden Ressourcen.

(2) www.cafe-morgenland.com/konkret.htm

(3) Diese sollen hiermit zur Vertiefung der theoretischen Reife und vor allem zur Schließung des Defizits im Bereich der empirischen Forschungsmethoden auf die Möglichkeit verwiesen werden, sich bei der deutschen Polizei weiterbilden zu lassen. Vor allem die Kölner Polizei hat auf den in diesem Kontext relevanten Forschungsfeldern sich Verdienste erworben:

»Nach Information des Rom e. V. Köln hat die Sonderkommission EK-Tasna strafunmündige Roma-Kinder, überwiegend Mädchen bis 14 Jahre, im Rahmen so genannter Ermittlungsmethoden ohne richterlichen Beschluss zum Altersröntgen gebracht, nackt ausgezogen und fotografiert. Insbesondere verschmutzte Wäsche, Ausscheidungen und der Körpergeruch der Kinder stieß auf die besondere Aufmerksamkeit der Beamten. In akribischer Weise wurde beschrieben, welche Ausscheidungen vorliegen, wie deren Geruch einzuschätzen ist, wie oft die Körperpflege erfolgt und wie verschmutzt die Kinder sind.« Aus der Presseerklärung des Förderverein Roma e.V., Frankfurt am Main, 31.10.2003.

(4) www.cafe-morgenland.com/antisemi.htm

(5) www.kanak-attak.de/ka/text/ak070601.html

(6) www.cafe-morgenland.com/sonntag.htm



Café Morgenland
8. November 2003